1914-1929 - Kuhn Seite

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

1914-1929

Bodewig-Museum > Geschichte bis 1945


Die ersten Jahre des Museums

Seit 1914 war es selbstverständliche Tatsache, dass die Stadt Oberlahnstein Eigentümerin des Museumsgebäudes war. Ihren Zuschuss in Höhe von 10.000 Mark hatte die Stadt an die Bedingung geknüpft, dass das Gebäude nach Fertigstellung lastenfrei in ihren Besitz übergehen müsste. Den Herren jener Zeit war es eine Selbstverständlichkeit, dass die politische Gemeinde im Sinne der Sponsoren handeln würde.

Solange Robert Bodewig lebte, prosperierte das Museum dank seiner Grabungen und auch Verbindungen, die die Sammlung des Vereins stetig anwachsen ließ.

Nach Bodewigs Tod im Dezember 1923 fehlte dem Museum der "spiritus rector". Zwar übernahm immer einer der Lehrer des Gymnasiums die Leitung, doch liegt auf der Hand. daß dies nicht mit dem gleichen Engagement wie seitens des Erbauers und Gründers geschah. Hatte Bodewig "sein" Museum im Geiste der Gründerzeit und Absprachen geleitet, wurde es nun erforderlich, klare Rechtsverhältnisse zu schaffen, da die Stadt Oberlahnstein ihr Eigentumsrecht etwas seltsam auslegte.

Der Gipfel der Desorientierung war, dass 1924/25 die Mädchenschule der Dernbacher Schwestern ins Museum einzog. Bodewigs Witwe beschwerte sich massiv darüber und drohte damit, die Sammlung, die ihrem verstorbenen Mann bzw. dem Verein gehörte, an ein anderes Museum zu vergeben.

Den Wortlaut des Briefes von Alma Bodewig finden Sie hier:

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü