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1929-1945

Bodewig-Museum > Geschichte bis 1945


Die Jahre nach Gründung der Stiftung

Das Schicksal des Museums korrelierte mit dem Schicksal des Altertumsvereins. Nach Bodewigs Tod "schlief" der Verein.

Die Leitung des Museums oblag einem der Lehrer des Gymnasiums, doch bestand hier immer wieder ein eklatanter Mangel.

Ergebnis
: Die Lahnsteiner Bevölkerung nahm von dem Museum keine sonderliche Notiz. Andernorts und in der Fachpresse hingegen sprach man von einem vorbildlichen Museum in Oberlahnstein.

Die Kontinuität der Sponsoren blieb andernorts trotz aller Widrigkeiten der Zeiten erhalten, niocht so in Lahnstein. Nachdem nämlich Anton Lessing 1915 (und auch Bodewig 1923) gestorben war, meinten die Stadtväter, mit dem Museum nach eigenem Gutdünken schalten und walten zu können.

In den Notzeiten nach dem 1. Weltkrieg wurde das Museum 1925 kurzer Hand zum Schulgebäude umfunktioniert. Nur durch den vehementen Protest der Witwe Bodewigs und der Nassauischen Museumsverwaltung konnte diese Fremdnutzung auf ein Jahr beschränkt werden.

Konkret ging es darum, die einst im 19. Jahrhundert existente Töchterschule (quasi eine Realschule für Mädchen) der Dernbacher Schwestern wiederzubeleben. Die "Hildegardis-Schule" sollte in das ehemalige Gymnasialgebäude Adolfstraße Ecke Gutenbergstraße (damals Hafenstraße) einziehen. Die Bewohner der darin eingerichteten Notwohnungen mußten aber erst andernorts untergebracht werden. Nach der Renovierung des Gebäudes konnte die Schule dort einziehen und das Museum wieder eröffnen.


Nachdem die Jahre mit Inflation, Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit sich ihrem Ende zu neigten, normalisierten sich auch die gesellschaftlichen Strukturen. Im Gymnasium konnte eine Zeit der Kontinuität einziehen, was sich auch positiv auf das Museum auswirkte, das ja - gemäß dem Versprechen vom Studiendirektor Dr. Frantz am Grabe Bodewigs - immer von einem der Herren des Kollegiums geleitet wurde.

Im Jahre 1930 beging der Altertumsverein festlich sein 50-jähriges Bestehen. Der zu diesem Anlaß herausgegebenen Festschrift ist ein reges Vereinsleben und eine gute Akzeptanz des Museums zu entnehmen.

Dem Stiefsohn Bodewigs, Dr. Cornel Stähler
, damals noch Student, verdanken wir die in der Festschrift von 1930 abgedruckte Geschichte des Vereins und des Museums. Er konnte noch auf das Archiv seines Stiefvaters zurückgreifen. Diese Unterlagen wurden von den ignoranten Nacherben von Cornel Stähler verbrannt.

In der Zeit des Nationalsozialismus
blieben trotz der Verlagerung der Lehrplan-Schwerpunkte (auf Englisch und die militärtechnisch nutzbaren Naturwissenschaften) antike Ideale durchaus noch erhalten, die im Museum anschaulich gemacht werden konnte. Ehemalige Gymnasiasten berichten, wie sie Studienrat Dr. Joseph Schoenenberg, dem letzten "ordentlichen" Leiter des Museums, bei Arbeiten im Museum geholfen haben.


Interessant ist, wie Dr. Schoenenberg als Museumsleiter firmierte.

Damit wird deutlich, wie die ursprüngliche Funktion des Museums fortbestand: Es war nicht nur das Museum für Oberlahnstein!


Im Jahr 1937 (?) erscheint ein Bericht in der Zeitung, der für den Besuch im Museum wirbt.

das erste Dreiviertel des Artikels:

  und das letzte Viertel des Artikels:

 
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