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2002

Bodewig-Museum > Geschichte ab 1945


Das (vorläufige) Ende des Bodewig-Museums

Da alle Versuche, das Bodewig-Museum wieder seinem ursprünglichen Zweck zuzuführen, nicht gefruchtet haben, beschließt der Vorstand, beim Verwaltungsgericht Koblenz Klage gegen die Stadt Lahnstein zu erheben, da diese sich nicht an die Bestimmungen der Stiftung von 1929 halte.

Das Gericht stellt fest, dass der Verein nicht klageberechtigt ist und stellt dem Vorsitzenden anheim, die Klage in seiner persönlichen Funktion als Mitglied des Stiftungskuratoriums zu übernehmen. Nach kurzer Beratung mit Rechtsanwalt Dr. Jander, der als Vorstandsmitglied die Klage ausgearbeitet hatte, übernimmt der Vorsitzende Hans G. Kuhn die Klage.

Nach einigen Wochen ergeht das schriftliche Urteil: Der Vorsitzende ist in seiner Funktion als Mitglied des Kuratoriums ebenfalls nicht klageberechtigt.

Die Stadt Lahnstein veröffentlicht daraufhin in ihrem Mitteilungsblatt 'Rhein-Lahn-Kurier', dass die Stadt den Prozess gegen den Verein gewonnen habe. Dies entspricht nicht der Wahrheit, da ein Prozess mangels Klagebrechtigung gar nicht geführt wurde. Der Abdruck einer Gegendarstellung wurde dem Verein verweigert. So blieb nur der Weg in die Presse.

Die Presse berichtete zwar eindeutig - aber ohne Nachhall.
Auch die Möglichkeit, die Angelegenheit in einem Leserbrief (von Vereinsmitglied Dr. Busso von der Dollen) richtig zu stellen, blieb - wie viele andere Versuche - wirkungslos.


Als einzig noch möglicher Weg blieb die Möglichkeit, die Stadt vor einem ordentlichen Gericht zu verklagen. Nach Abwägen aller Imponderabilien beschloss der Vorstand schließlich, die Sache ruhen zu lassen, da das finanzielle Risiko eines Zivilprozesses nicht kalkulierbar war.

 
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