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Bodewig-Manuskripte

Vereinschronik > 2000-2010 > 2004


Nach Dienstantritt ordnet Stadtarchivar Bernd Geil das Archiv neu. Da taucht "plötzlich" ein Stapel vollgeschriebener DINA5-Schulhefte auf. Aber die Schrift stammt nicht von einem jungen Menschen. Der herbei gerufene Vorsitzende Hans G. Kuhn erkennt die Schrift sofort als die von Robert Bodewig. (Er kennt sie von Bodwigs Briefen, die er aus dem Limes-Archiv in Ingolstadt erhalten hat. In ihnen berichtet Bodewig an Prof. Hettner in Trier, dem Archäologischen Dirigenten der Reichslimeskommission, über seine Arbeitenberichtet.)
Mehr noch als die Handschriften selbst ist es der Inhalt, der Kuhn hoch erfreut: Es sind Bodewigs Manuskripte von Vorträgen, die er in Versammlungen des Altertumsvereins gehalten hat. Aus der damaligen Presse und dem Protokollbuch des Vereins waren die Themen bekannt. Die Manuskripte aber galten als verschollen; sie waren wohl zusammen mit vielen anderen schriftlichen Unterlagen Bodewigs von den Nacherben von Bodewigs Stiefsohn Dr. Cornel Stähler verbrannt worden - so zumindest Augenzeugen, die im Garten der Villa Bodewig (neben dem Museum) ein großes Feuer beobachtet hatten.

Nun, da sie glücklich doch noch vorhanden sind, wird Kuhn sie (aus der deutschen Schrift) transkribieren und im 2. Band der Bodewig-Edition veröffentlichen.

Eine unglaubliche Nebenbemerkung:
Die Existenz der Manuskripte war nicht unbekannt! Willi Eisenbarth, der frühere Betreuer des Stadtarchivs, wusste davon. Er hatte aber vom Büroleitenden Beamten der Stadtverwaltung Anweisung, auf Anfrage zu erklären, das über das Museum und den Altertumsverein im Archiv nichts vorhanden sei! Dies gilt übrigens auch fürdas Protokollbuch des Vereins von 1880 bis 1925 sowie sämtliche Unterlagen über Planung, Bau und Baukosten des Museums incl. der originalten Bauzeichnungen, die Stadtarchivar Bernd Geil nun dem Verein zur Einsicht vorlegte.

 
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