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Disibodenberg

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26.08.2000

Exkursion

Kloster Disibodenberg, der ersten Wirkungsstätte der Hildegard von Bingen


um 640:  Der irische Mönch Disibodus siedelt sich auf der keltischen und römischen Kultstätte an.

976 - 1011:  Erzbischof Willigis aus Mainz veranlaßt Neuaufbau und setzt 12 Augustinerchorherren ein.

1098 - 1259:  Zeit der Benediktiner. Seit dem Jahr 1106 existiert eine Frauenklause unter der Leitung von Jutta von Sponheim. Hildegard wird nach Jutta's Tod (1136) zu ihrer Nachfolgerin gewählt.

1108-1143  wird die kreuzförmige, dreischiffige Pfeilerbasilika errichtet. St. Nikolaus-Kirche.

1200-1240:  Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Mainz und dem naheländischen Adel. Niedergang und Verarmung des Klosters.

1259-1559:  Die Zeit der Zisterzinser. 19 Otterberger Mönche kommen auf den Disibodenberg, eine Epoche mit ernormem wirtschaftlichen Aufschwung beginnt.

1551-1559:  Das Kloster gelangt in den Besitz der Sobernheimer Pfarrechte. Finanzieller Ruin, Plünderung und Zerstörung im pfälzisch-zweibrücker Krieg, Ende des Klosters (1559)

1560 bis heute:  Alle Bemühungen, das Kloster zu sichern und wieder zu beleben scheitern.

Ab 1790 diente das Gelände als Steinbruch zum Aufbau der umliegenden Dörfer.

In jahrelanger Kleinarbeit haben die heutigen Besitzer das Gelände aufgeräumt und die Gebäudeteile gepflegt und saniert. Das Landesamt für Denkmalpflege in Mainz hat 1985 mit archäologischen Grabungen und Sicherungsarbeiten begonnen.

Die 1989 durch die Familie Frhr. von Racknitz gegründete "SCIVIAS-Stiftung" dient der Erhaltung der Ruine und des Gedankengutes der hl. Hildegard.

Diese recht trockenen Fakten werden bei einem Besuch und einer kompetenten Führung aber wieder "zum Leben" erweckt, auch die sorgfältig restaurierten Fundstücke im Museum haben ihre eigene Ausstrahlung...


Internet-Quelle: Disibodenberg

 
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