Unstimmigkeiten - Kuhn Seite

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Unstimmigkeiten

Idilia Dubb > Fakten


. . .  sicherlich unvollständig . . .


In der Edition vonIdilias Tagebuch gibt es einige Unstimmigkeiten. Sie deuten daraufhin, dass Genvieve Hill Idilais Tagebuch überarbeitet bzw. ausgeschmückt hat.

Hier seien nur einige genannt. Zusätzlich sei hier auf die sehr detaillierten Ausführungen von Karla Schneider verwiesen, die kulturhistorisch falsche Addenda der Genevieve Hill nachweist.

  • Das Hotel Koblenzer Hof, in dem die Familie Dubb in Koblenz logiert, hat 1851 noch nicht bestanden; er ist erst 1907 nachweisbar. Dies ergab die Recherche im Koblenzer Stadtarchiv. (Dank an den Stv. Leiter des Koblenzer Stadtarchivs Michael Koelges!)


  • Bei der Wanderung von Koblenz nach Niederlahnstein werden die beiden Türme der Johanniskirche erwähnt. 1851 stand nur noch einer der beiden Türme, der andere war 1844 eingestürzt..


  • Die Figur des Christian Bach ist nicht schlüssig. Einerseits soll er Händler bzw. Vertreter für Mineralwasser (Export) sein. Andererseits wird er bei Idilias Besuch in Bad Ems in einer Funktion (incl. Kleidung) beschrieben, die ihn als Brunnenknecht ausweist. (Dank für den Hinweis an den Bad Emser Stadtarchivar Dr. Hans-Jürgen Sarholz!)


  • Die Entfernung Niederlahnstein – Bad Ems ist mit 18 Meilen falsch angegeben.


  • Die Festung Ehrenbreitstein wird doppelt und ganz unterschiedlich beschrieben.


  • Die Tagebucheinträge einzelner Tage umfassen einen Umfang, der eine Abfassung am Ende eines Tages nicht plausible erscheinen lässt.


  • Am Drachenfels gab/gibt es kein siebenfaches Echo (aber an der Loreley).


  • Es gab in der Region noch keine Eisenbahn. Die linksrheinische Strecke von Köln/Bonn reichte noch 1856 nur bis Rolandseck. Eine durchgehende Verbindung nach Mainz über Koblenz wurde erst 1859 fertiggestellt. Rechtsrheinisch gab es erst 1862 eine Verbindung von Rüdesheim nach Oberlahnstein. Seitenstrecken natürlich noch später.


  • Die Beschreibung des Weichbildes der Stadt Koblenz ist für 1851 unzutreffend.


  • Es gibt keine mächtige ruinöse Festung in Andernach


  • Roter Sandstein ist in der Region Mittelrhein als Baumaterial alter Gemäuder kaum zu finden.


  • Koblenz war Garnisonsstadt und es wimmelte hier eher von Soldaten als von reichen Herrschaften.


  • Das Gesamtwerk von Albrecht Dürer ist nie und nimmer in Koblenz ausgestellt worden.


  • Eine Künstlerkolonie gab es in Ehrenbreitstein nur in kurfürstlicher Zeit, also bis 1803.


  • Ein Herzogtum Hessen/Nassau gab es nie.


  • Beim Aufstieg zur Ruine der Burg Lahneck ist keine Hügelkette mit den Silhouetten von Burgen zu sehen.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü